Inneneinrichtung - Minimalismus und pures Design

Der minimalistische Look hält gerade in viele Wohnungen und Häusern Einzug – er ist zu einer modernen Wohnidee geworden und hat viele Fans gewonnen. Weg mit den überflüssigen Dingen, die man nicht braucht und die eigentlich nur in der Gegend rumstehen. Man kann sich auch mit wenigen, aber wohl ausgesuchten Objekten wohlfühlen. Nicht jeder Platz oder jede Ecke in der Wohnung sollten genutzt werden. Wählen Sie schlaue Möbel mit viel Stauraum, dann müssen Sie auch nicht den letzten Winkel der Wohnung beanspruchen und haben somit mehr freien Raum. Die einzelnen Möbel haben weniger Konkurrenz und kommen dadurch besser zur Geltung.


Minimal eingerichtet – maximal ausgestattet

Der Grundgedanke der minimalistischen Einrichtung ist: Nur das Nötigste an Gegenständen in die Wohnung integrieren. Typisch für den Minimalismus in der bildenden Kunst, in den frühen 1960er Jahren, war das Reduzieren auf einfache, meist geometrische Grundstrukturen. Dieser Grundgedanke wurde in den 1980er Jahren in die Architektur übernommen. Mittlerweile ist der Trend in unserem Einrichtungsstil stark vertreten. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr, beziehungsweise, dass der Überfluss vom Wesentlichen ablenkt und nutzlos ist.

Minimalistisch einrichten – die Basics schaffen

Am besten ist es, wenn der Raum den Sie einrichten möchten, ganz leer ist und Sie jedes Möbelstück sorgfältig und wohlerwogen aussuchen. Stellen Sie sich immer die Frage: Was benötige ich noch in diesem Raum? Nehmen Sie also nicht all Ihre alten Möbel und überlegen Sie sich, wohin damit in der neuen Wohnung. Misten Sie aus und lassen Sie Möbel zurück. Halten Sie sich immer vor Augen, wie der Raum leer aussah, und versuchen Sie die offene und unverbaute Atmosphäre zu wahren. Die Grundausstattung der minimalistischen Einrichtung sind glatte Oberflächen, klare Linien und die Farben Weiß, Grau und Schwarz. Natürlich können Sie auch mit einem dezenten Farbton den Wohnbereich auflockern.

Minimalistisch modern und trotzdem Gemütlichkeit schaffen

Minimalistisch wohnen heißt nicht, dass Sie in kahlen unpersönlichen Räumen hausen müssen. Sie sollten sich lediglich von unnützen Gegenständen trennen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Damit der ästhetische Einrichtungsstil nicht zu kühl wird, ergänzen Sie den Wohnraum mit warmen Holzdetails, kuschligen Teppichen, weichen Sofabezügen und der dementsprechenden gemütlichen Beleuchtung (am besten eine Indirekte). Und damit Sie und Ihre Gäste sich nicht wie im Möbelhaus fühlen, dürfen Sie ruhig einige persönliche Dekorations-Objekte auf Ihren Möbeln platzieren. Minimalistisch heißt ja nicht leben wie im Kloster. Tische, Sideboards, Regale und Fensterbänke eignen sich sehr schön für einige, ausgewählte Gegenstände, die Ihnen am Herzen liegen. Denken Sie nur immer daran, nicht zu überladen! Setzen Sie die Deko-Objekte gezielt und sparsam ein, wechseln Sie besser immer wieder mal aus, als immer neu dazu zu stellen.

Die Ästhetik der Produkte

Die minimalistischen Möbel haben oft mehr Funktionalität zu bieten, als man sehen kann. Schubladen und Türen ohne Griffe zum Beispiel. Schlicht, gradlinig - einfach ästhetisch - ohne Schnickschnack und Firlefanz sind die fast schon überwältigenden Möbel minimalistisch designed.
 

Werte leben

Während das Leben vor der Tür heutzutage eine Art pulsierendes Dauererlebnis ist, sollte das Zuhause den Gegenpart einnehmen. Einem die Ruhe und Geborgenheit geben, die man braucht, um im wahrsten Sinne des Wortes „aufzutanken“. Dabei bekommen zeitgemäße Lässigkeit, gepaart mit funktionalen ästhetischen Aspekten, beim Einrichten der eigenen vier Wände eine zentrale Rolle. Denn gerade das Zuhause lässt Sie Ihre Werte leben.
 

Minimalismus entlastet und beeinflusst uns positiv

Inspiriert durch eine Kunstausrichtung, wurde der Minimalismus inzwischen zu einer Lebenseinstellung, die über die minimalistische Einrichtung hinausgeht. Inzwischen gibt es Influencer, die uns auffordern, an Ihren „Minimalismus Challenges“ teilzunehmen. Die Challenge soll zeigen, dass es nicht wichtig ist, viel zu besitzen, sondern dass es viel elementarer ist, das Richtige zu besitzen! Nämlich Dinge, die Sie wirklich glücklich machen und Ihnen Mehrwert und Freude zugleich schenken und somit Ihrem Alltag mehr Klarheit und Genuss verschaffen.

Zum Schluss noch ein paar Anregungen, wie Sie den Minimalismus in Ihre vier Wänden einziehen lassen können.


1 - Alles hat seinen richtigen Platz

Sprechen Sie jedem Teil in Ihrer Wohnung seinen eigenen Platz zu, dies erspart Ihnen das Suchen und vermittelt immer eine Ordnung in der Wohnung. Sollten Sie Gegenstände haben, bei denen Sie nicht wissen wohin damit – verstauen Sie diese in Schränken, Fächern oder Schubladen, die man verschließen kann. Wurden diese Gegenstände dann ein halbes Jahr lang nicht angefasst, dann benötigen sie vielleicht gar keinen Platz und können getrost ausgemistet werden.

2 - Platz schaffen durch reduzieren

Sie kennen alle das Sprichwort: „Übermut tut selten gut“, dies bezieht sich in Ihrer Wohnung auf Überfluss. Je mehr Sie rumstehen haben, desto unruhiger wirkt der Raum. Befreien Sie sich zum Beispiel von dem Stuhl in Ihrem Schlafzimmer, den Sie noch nie zum Sitzen benutzt haben, sondern immer nur als Ablage für Kleidung.


3 - Dezent, klar und schlicht Verzichten

Sie in Ihrer Wohnung auf schreiende Farbkombinationen, verspielte Formen und großflächige Muster. Halten Sie Gegenstände und Möbel schlicht und setzen Sie auf dezente Farben.

Jetzt können Sie sich entspannt auf Ihrem Sofa zurücklehnen, die Augen schließen und sich überlegen, was Sie in Ihrer Wohnung aussortieren können und was Sie neu anschaffen möchten. Viel Spaß beim Minimalisieren!